Spannende Aus- wie auch Einblicke

Neustrelitzer Stadtkirche

von Ute Köpke, 24.09.2018

Eines der wichtigsten Wahrzeichen der altehrwürdigen Residenzstadt Neustrelitz ist die Stadtkirche. Sie bietet von außen mit dem im toskanischen Stil erbauten Turm einen tollen Anblick, innen sind häufig Ausstellungen sowie Konzerte und auch der Eine-Welt-Laden hat hier sein Domizil. Und natürlich ist der Blick vom Turm hinunter auf dem Markt mit dem achtstrahligen Straßenstern, die spätbarocke Stadtanlage nebst Umgebung faszinierend.

Die Stadtkirche am Marktplatz in Neustrelitz. Foto: Ute Köpke

 

An der Ostseite des Neustrelitzer Marktes wurde am 29. Juli 1768 der Grundstein für die Stadtkirche gelegt, die dann 1778  ohne Turm und unverputzt eingeweiht wurde. 50 Jahre später wurde entsprechend den Plänen des Baumeisters Karl Friedrich Schinkel der Turm gebaut, von den Neustrelitzern wegen seiner Form auch »dat Botterfat« (Butterfass) genannt. In dieser Zeit von 1828-1831 kam ebenfalls der Außenputz dazu. Fast 200 Jahre später, in den Jahren 2013 bis 2015, wurde die Stadtkirche erneut umfassend saniert. Unter anderem wurden die Sockelplatten aus Sandstein erneuert sowie die Fensterscheiben und -rahmen saniert, der Außenputz und Backsteinflächen repariert sowie die  Fassade neu gestrichen.

Sehenswert sind in der Kirche auch wechselnde Ausstellungen, wie hier die Fotoausstellung "Waisenkinder in Äthiopien". Foto: Ute Köpke

 

Der Innenraum der Kirche ist ein rechteckiger Saalbau mit zweigeschossigen, umlaufenden Emporen und geputztem Spiegelgewölbe. Sehenswert sind unter anderen die silbernen Altarleuchter als Leihgaben aus der Neustrelitzer Schlosskirche, der Lutherteppich aus dem Jahr 1883 und der Taufständer. Das jetzige Altarkreuz stammt aus dem Jahr 1899. Die Orgel wurde von der berühmten Orgelbaufirma Grüneberg aus Stettin gebaut und 1893 geweiht. Die bleiverglasten Fenster rechts und links des Altarraumes stammen aus dem Jahr 1931 und stellen Geburt, Taufe, Kreuzigung und Auferstehung Jesu dar. Im hinteren Teil der Kirche gibt es ein Lutherfenster, eine Gabe des Käthe-Luther-Bunds von 1930. Interessant sind auch die wechselnden Ausstellungen in der Kirche.  

 

Die Grüneberg-Orgel ist schon was Besonderes und kann beim jährlichen Grüneberg-Orgelsommer erlebt werden. Foto: Ute Köpke

 

Ein Highlight im wahrsten Sinne des Wortes ist die Besteigung des Turmes. Insgesamt 203 Stufen geht es hoch bis zur Aussichtsplattform in 45 Metern Höhe. Bereits auf dem Weg zum Ziel gibt es einiges zu sehen. So befindet sich auf einer Turmplattform einer kleine Ausstellung zum "Lebensraum Kirchturm" . Außerdem kann man das Uhrwerk betrachten und man kommt im Turm auch an den Kirchenglocken - eine Bronzeglocke aus dem Jahr 1521 und zwei Hartgussglocken aus dem Jahr 1955  - direkt vorbei.

 

Beim Weg hoch zur Aussichtsplattform kann man die Kirchenglocken ganz nah betrachten. Foto: Ute Köpke

 

Oben in 45 Meter Höhe bietet die Aussichtsplattform einen verglasten Raum mit Sitzmöglichkeiten und Wetterschutz. Und natürlich gibt es die Möglichkeit um diesen Raum außen drumherum entlang der Turmpalisade zu gehen und den weiten Rundumblick unter freien Himmel zu genießen. Dann weiß man, dass die Turmbesteigung sich gelohnt hat, die übrigens auch im Rahmen von Stadtführungen angeboten wird.

 

Blick vom Kirchturm zum Rathaus am Markt und weiter Richtung Süden.  Foto: Ute Köpke

 

Die Stadtkirche lädt zu Gottesdiensten, Veranstaltungen im Kirchenjahr und Konzerten, darunter zum jährlichen Grüneberg-Orgelsommer, ein. In den Sommermonaten ist die Kirche tagsüber zur Besichtigung geöffnet.

 

www.stadtkirche-neustrelitz.de

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