Mecklenburgische Moränenlandschaft

Wanderung bei Peckatel

von Ute Köpke, 09.10.2018

Peckatel liegt zwischen der altehrwürdigen Residenzstadt Neustrelitz und das unter anderen durch die Burg mit dem Hexenkeller bekannte Penzlin. Hier in der Region Mecklenburgische Seenplatte lädt die Landschaft förmlich zu Wanderungen - zu Fuß oder mit dem Fahrrad, mit Kindern wie auch Hunden - als aktive Entspannung ein. Ein sechs Kilometer langer Wanderweg startet in Peckatel und bietet neben Erholung auch einige Highlights.

 

FOTO: Der Verlauf des Wanderweges bei Peckatel. Foto: Klein Vielen e.V. / Hermann Behrens

Start- und Endpunkt der Wanderung ist direkt an der Bundesstraße zwischen Neustrelitz und Penzlin am Neubaublock in Peckatel. Gleich neben dem Wohnblock befindet sich ein Spielplatz und hier ist auch genügend Platz, damit autofahrende Wanderfreunde ihr Fahrzeug parken können. Von dort geht es 200 Meter nach Westen, also weg von der Bundesstraße durch den Ort bis zur Dorfstraßengabelung. Hier dann nach rechts wenden und nach weiteren 200 Metern hat man die geschlossene Ortschaft verlassen. Vorbei geht es am „Hundebruch“, einem Wasser führenden großen Soll. Übrigens sieht man dann rechts das Gutshaus von Peckatel (auch „Schloss“ genannt) und einen Teil des dazu gehörigen Parks.

FOTO: Das Gutshaus von Peckatel. Foto: Klein Vielen e.V. / Hermann Behrens

Nun geht es an einer Streuobstweide vorbei, die von einer Weißdornhecke umgrenzt wird, und nach etwa 150 Metern eröffnet sich ein wunderbarer Blick in die weite mecklenburgische Moränenlandschaft. Begleitet von mehr als 100 Hochstamm-Obstbäumen geht es in Richtung „Seeberg“, der am Klein Vielener See liegt.

FOTO: Blick in die mecklenburgische Landschaft. Foto: Klein Vielen e.V. / Hermann Behrens

Schön ist es, bei der Wanderung auf dem geschwungenen Weg an kleinen Brüchen und Feldgehölzen vorbei ab und an den Blick nach links schweifen zu lassen.  Aus der Ferne ist dann immer wieder idyllisch gelegen die „Jahn-Kapelle“ in Klein Vielen zu sehen.
Nach ungefähr 1000 Metern wird der Blick sicher auf eine bemerkenswerte Solitäreiche gelenkt. Dort erreicht man den Wirtschaftsweg, der die Weide am Seeberg und die Äcker, die durchwandert wurden, von Klein Vielen aus erschließt. Diesen geht es etwa 600 Meter entlang und dann erreicht man die Ortsverbindungsstraße zwischen Klein und Groß Vielen. Auf dem Weg kommt man an einem mächtigen Baumstumpf einer Weide vorbei, die einst ein Sturm niederwarf.

FOTO: Bemerkenswert ist die mächtige Baumruine.  Foto: Klein Vielen e.V. / Hermann Behrens

Riesig geht es weiter. So liegt an der Einmündung zur Ortsverbindungsstraße ein Findling, auf dem ein schmiedeeiserner Uhu thront, den vor Jahren der hier bekannte Kunstschmied Uwe Böttcher (1951-2017) aus Penzlin schmiedete und den die Regionalgruppe des Naturschutzbundes (NABU) Mecklenburg-Strelitz hier aufstellen ließ, um die Wiederkehr unseres größten Eulenvogels zu würdigen.

FOTO: Ein schmiedeeiserner Uhu thront auf dem Findlung bei der Einmündung zur Ortsverbindungsstraße. Foto: Klein Vielen e.V. / Hermann Behrens

Von hier aus dann nach links abbiegen und nach 200 Metern ist die Dorfstraße in Klein Vielen erreicht. Rechts sieht man nach weiteren 100 Metern auf der linken Seite ein Hinweisschild zur „Jahn-Kapelle“. Der Weg führt durch den alten Gutspark, eine wunderschöne Kastanien-Linden-Allee hin zum Klingenberg mit der Kapelle. Eine Bank an der Südseite des Klingenberges lädt zum Verweilen und den Genuss der wunderschönen Aussicht ein.

FOTO: Blick vom Klingenberg in die Landschaft. Foto: Klein Vielen e.V. / Hermann Behrens

Auf dem Rückweg kann man entweder den Hinweg nutzen oder auf kürzerem Wege an der Kreisstraße entlang Richtung Peckatel wandern, (von der Kapelle aus etwa zwei Kilometer), bis auf der linken Seite ein asphaltierter Weg kommt. Dort geht es  200 Meter weiter bis zur Dorfstraßengabelung, an der es auf dem Hinweg rechts lang ging. Dann sieht man schon den 4-geschossigen Neubau und die Wanderung geht dem Ende entgegen. 

www.kleinvielen-ev.de

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