Regelungen in Mecklenburg-Vorpommern Stand 16.11.2021

In diesen Bereichen gilt die 2G-Pflicht

Angesichts steigender Corona-Zahlen und wachsender Belastungen in den Krankenhäusern hat die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern zum 12. November zusätzliche Corona-Schutzmaßnahmen beschlossen.

Erreicht ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt drei Tage in Folge die Warnstufe „orange“ auf der Corona-Ampel des Landes, gilt künftig ab dem übernächsten Tag in verschiedenen Innenbereichen die 2G-Regel. Das bedeutet, dass nur Geimpfte und Genesene Zugang zu diesen Einrichtungen haben.

Was heißt 2G?

Wenn ein Veranstalter, Gastronom oder Einzelhändler das 2G-Modell wählt oder einführen muss, haben nur noch vollständig geimpfte oder genesene Personen Zutritt zu der Veranstaltung oder Lokalität.
2G = nur Geimpfte und Genesene

Welche Personenkreise sind von dem 2G-Modell ausgenommen?

Neben Geimpften und Genesenen, gibt es Personenkreise, die trotz der fehlenden Impfung und Genesung Zutritt zu Veranstaltungen und Einrichtungen erhalten.
Dies umfasst:

  • Kinder unter 7 Jahre
  • Kinder bis 12 Jahre bei Vorlage eines tagesaktuellen Tests
  • Bis zum 31.12. alle 12-  bis 17-Jährigen und Schwangeren, jeweils bei Vorlage eines tagesaktuellen Tests
  • Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht gegen Corona impfen lassen können,bei Vorlage eines tagesaktuellen Tests

Welche Bereiche sind von dem 2G-Modell ausgeschlossen?

  • Geschäfte, die der Grundversorgung der Menschen dienen
    (mit überwiegendem Sortiment für Lebensmittel, Wochenmärkte für Lebensmittel, Direktvermarkter von Lebensmitteln, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Zeitungsverkauf, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, Blumenläden, Großhandel, Einzelhandel: Bekleidung, Schuhe, Bücher, Zeitungen)
  • Dienstleistungsbetrieben mit Ausnahme der körpernahen Dienstleistungen
  • Friseure und Betriebe des Heilmittelbereiches
  • Krankenhäuser, Arzt- und Zahnarztpraxen, Psychotherapeutenpraxen, sonstige Praxen, soweit medizinische, therapeutische oder pflegerisch notwendige Behandlungen angeboten werden
  • Schulen
  • Öffentlichen Personennahverkehr
  • Öffentliche Einrichtungen

In welchen Bereichen gilt ab Stufe 3 (orange) die 2G-Pflicht?

Sollte ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf Stufe 3 (orange) der Coronawarnkarte sein, so gilt ab dem übernächsten Tag in folgenden Bereichen verpflichtend das 2G-Modell:

  • im Freizeitbereich (Kino;Theater, Konzerthäuser, Opern; kulturelle Ausstellungen, Musseen; Freizeitparks (Schausteller); Zoos, Tier- und Vogelparks, botanische Gärten; Indoorspielplätze, Indoorfreizeitaktivitäten; Zirkusse; Spielhallen, Spielbanken etc.)
  • im Sportbereich (Fitnessstudios; Tanzschulen; Profisport-Zuschauende; Schwimm- und Spaßbäder; vereinsbasierter Sportbetrieb für Personen ab 18 Jahren)
  • Gaststätten
  • im Veranstaltungsbereich (Clubs und Diskotheken; geschlossene Gesellschaften in Gaststätten und private Zusammenkünfte gewerbliche organisiert; sonstige Veranstaltungen in Innenbereichen mit bis zu 1250 Personen)
  • Bibliotheken, Archiven
  • Chöre und Musikensembles
  • Volksfeste, Märkte
  • tourismusaffine Dienstleistungen
  • soziokulturelle Zentren
  • sexuelle Dienstleistungen
  • sonstige Veranstaltungen in Innenbereichen mit mehr als 1250 Personen sind ab Stufe 3 (orange) nicht mehr möglich

In welchen Bereichen gilt ab Stufe 4 (rot) die 2G-Pflicht?

Sollte ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf Stufe 4 (rot) der Coronawarnkarte sein, so gilt ab dem übernächsten Tag in folgenden Bereichen (zusätzlich zu den in Stufe 3 bereits geltenden) verpflichtend das 2G-Modell:

  • sonstige körperliche Dienstleistungen (Kosmetik, Nagelstudio, Tattoostudio usw.) mit Ausnahme von Friseuren und Heilmittelbetriebe
  • Fahrschulen, Flugschulen usw.
  • Jagdschulen usw.
  • Musik- und Jugendkunstschulen
  • vereinsbasierter Sportbetrieb für Personen unter 18 Jahren
  • Veranstaltungen Daseinsvorsorge
  • Veranstaltungen „Bildungsangebote“ (mit Ausnahme für den Erwerb einer formalen Qualifikation)
  • Veranstaltungen von Verbänden, Vereinen, Parteien usw.
  • Veranstaltung in Außenbereichen mit mehr als 2.500 Personen sind ab Stufe 4 (rot) nicht mehr möglich

Stand 27.11.2021

In Hotels: Touristen müssen sich alle drei Tage testen lassen

Während der Kabinettssitzung am Freitag wurden einige Klarstellungen in der Corona-Landesverordnung vorgenommen. Diese betreffen die Umsetzung der 2GPlus-Regel im Tourismus. Sie gilt nach den Beschlüssen des Kabinetts von Dienstag ab der Warnstufe „orange“. 2Gplus bedeutet, dass nur Geimpfte und Genesene Hotels und andere touristische Beherbergungsmöglichkeiten im Land nutzen dürfen und dass die Gäste sich regelmäßig testen lassen müssen. In der Verordnung ist nun eindeutig klargestellt, dass ein erster Test bei Anreise vorgelegt werden muss. Bei einem entsprechend langen Aufenthalt im Hotel muss alle drei Tage ein Auffrischungstest vorgenommen werden. Bei einer Unterbringung in einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung genügt für geimpfte oder genesene Menschen der Anreisetest.

Besondere Regeln für berufliche Reisen

Für Reisen aus beruflichem Anlass oder aufgrund einer besonderen sozialethischen Pflicht, wie beispielsweise der Teilnahme an einer Trauerfeier, gelten besondere Regeln. Für diese Zwecke dürfen weiter auch ungeimpfte Gäste beherbergt werden. Diese müssen sich dann allerdings täglich testen lassen, wenn sie in einem Hotel übernachten. Bei Beherbergungen in einer Ferienwohnung oder in einem Ferienhaus ist dann alle drei Tage ein Test nötig. Für geimpfte Gäste gelten die 2Gplus-Regeln wie bei touristischen Übernachtungen.