Radler meets Wasser und Kultur

Wer die Ruhe der Natur sucht, sich aber zwischendurch auch für Kultur begeistern kann, der ist hier genau richtig: auf dem internationalen Radweg Berlin-Kopenhagen. Genauer gesagt auf dem rund 250 Kilometer langen Abschnitt, der quer durch das idyllische Mecklenburg-Vorpommern verläuft. Insgesamt erstreckt sich der Radweg, der die deutsche mit der dänischen Hauptstadt verbindet, über 630 Kilometer.
1. Tag: Fürstenberg/Havel - Neustrelitz (50 Kilometer)
Start ist im brandenburgischen Fürstenberg/Havel, nur wenige Kilometer vor der mecklenburgischen Landesgrenze. Durch stille Wälder, vorbei an zahlreichen Seen, schlängelt sich der Weg zunächst bis zur Kleinstadt Wesenberg, die sich an den großen Woblitzsee schmiegt. Dort lohnt sich ein Besuch der gotischen St. Marienkirche sowie der restaurierten Burg. Daneben befindet sich die Villa Pusteblume, wo ein "Museum für Blechspielzeug und mechanische Musikinstrumente" nicht nur Kinderherzen höher schlagen lässt. Nur einen Katzensprung von Wesenberg entfernt liegt Neustrelitz. Die barocke Residenzstadt hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Davon zeugen unter anderem die Orangerie am Rand des Schlossgartens sowie der Marktplatz, von dem sternförmig acht gerade Straßen abgehen.
2. Tag: Neustrelitz - Waren (65 Kilometer)
Der zweite Tag führt nach Waren - quer durch den Müritz-Nationalpark. Die urwüchsigen Wälder, verträumten Seen und seltenen Greifvögel machen das Schutzgebiet so berühmt. Auch die Havel hat ihre Quelle hier. Sie entspringt in der Nähe von Ankershagen, wo dem Troja-Entdecker Heinrich Schliemann ein ganzes Museum gewidmet ist. Die Müritz ist der größte vollständig in Deutschland liegende Binnensee, an deren nördlichen Ufer die Stadt Waren mit ihrem mittelalterlichen Stadtkern und der schönen Uferpromenade zum Verweilen einlädt.
3. Tag: Waren - Krakow am See (50 Kilometer)
Etappe Nummer drei besticht vor allem durch Natureindrücke. Kurz vor dem Dorf Jabel bietet sich ein Abstecher auf den Damerower Werder an, wo sich ein riesiges Schaugehege für Wisente befindet. Der Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide mit fast 60 Seen verheißt den Radlern Natur pur. Auch der Luftkurort Krakow am See liegt malerisch am Wasser. Vom Aussichtsturm auf dem Jörnberg hat man einen herrlichen Ausblick auf die Inseln und Werder. In der Alten Schule des Ortes wurde ein Buchdruckmuseum eingerichtet.
4. Tag: Krakow am See - Bützow (45 Kilometer)
Hinter Krakow am See gibt es viele Hügel- und Steingräber zu entdecken, die von einer frühen Besiedlung zeugen. Ein Highlight der Tour ist Güstrow. Die Türme der alten Residenzstadt künden schon von Weitem von ihrer mittelalterlichen Vergangenheit. Unbedingt sollte das Renaissanceschloss und der Dom mit Barlachs Schwebenden Engeln besichtigt werden. Direkt am Bützow-Güstrow-Kanal entlang geht es anschließend durch typische mecklenburgische Gutsdörfer in die Kleinstadt Bützow mit Stiftskirche, neugotischem Rathaus sowie einer Miniaturstadt.
5. Tag: Bütow - Rostock (45 Kilometer)
Am letzten Tag wird es im wahrsten Wortsinn malerisch. Im Städtchen Schwaan mit seiner frühgotischen Backsteinkirche sowie der Hubbrücke gründeten Ende des 19.Jahrhunderts Maler eine Künstlerkolonie. Bis heute werden ihre Werke in der historischen Wassermühle ausgestellt. Von Schwaan sind es nur noch wenige Kilometer bis zum Ziel: Rostock. Die Altstadt ist von Backsteingebäuden aus der Zeit der Hanse geprägt. Dazu zählt auch die alte Stadtbefestigung. Sehenswert sind zudem die Kirche des Klosters zum Heiligen Kreuz und der Stadthafen mit seiner Bummelmeile.




