Kultur in Rostock

Neues aus dem Museum

von Ute Köpke, 30.08.2017

Interessantes für Groß und Klein im Kulturhistorischen Museum Rostock

Im historischen Gebäude des ehemaligen Klosters zum Heiligen Kreuz, dem 1270 gegründeten Rostocker Zisterzienserinnenkloster, befindet sich das Kulturhistorische Museum Rostock. Das heißt also angenehme Kühle - vor allem im Kreuzgang -  bei Hitzewetter und interessanter Schutz bei Regenwetter.

 

Kulturhistorisches Museum Rostock

Der Eingang zum Kulturhistorischen Museum Rostock im Kloster zum
Heiligen Kreuz. Foto: Brigitte Reichel / KMR.

 

Denn das Museum bewahrt eine umfangreiche kunst- und kulturgeschichtliche Sammlung und gehört zu den wichtigsten Stätten der Dokumentation bürgerlicher Kulturgeschichte in Mecklenburg-Vorpommern. Zu den Beständen des 1859 gegründeten städtischen Museums zählen die Sammlungen Malerei, Grafik, Kunsthandwerk, Münzen, Möbel, Militaria, Alltagskultur und Archäologie.

 

„Christian Rohlfs“ – zwischen Impressionismus & Expressionismus

Farbenprächtige Gemälde und Grafiken des facettenreichen Künstlers Christian Rohlfs eröffnen eine außergewöhnliche Ausstellungsserie mit hochkarätigen Meisterwerken von Lyonel Feininger, Oskar Schlemmer, Rudolf Belling, Max Pechstein, Erich Heckel, Ernst Barlach und anderen deutschen Künstlern. Die jeweiligen Ausstellungen widmen sich den Schicksalen einzelner Künstler oder Künstlergruppen und dem dubiosen Weg ihrer verfemten Kunst nach Rostock.

 

Ausstellung Christian Rohlfs

Die Ausstellung zu Christian Rohlfs. Foto: Brigitte Reichel / KMR.

 

Um 1900 brachen avantgardistische Künstler in ganz Europa mit der traditionellen Kunst und schufen die Klassische Moderne – Christian Rohlfs war einer von diesen „eigenartigen“ Individualisten. Nie enden wollende Experimente prägten seine stilistische Entwicklung über Impressionismus zum Expressionismus. Die Zeit war aus den Fugen und er verdichtete sein Inneres zu symbolischen Zeichen.

Die Ausstellung „Christian Rohlfs (1849-1938). Der Fall der Fälle.“ Ist noch bis zum 24. September 2017 zu sehen.

 

Ausstellung zur Reformation

Rostock war nicht nur das geistige Zentrum der Reformation in Mecklenburg, sondern wurde schon in den 1520er Jahren zu einem außerordentlichen Multiplikator reformatorischen Gedankengutes. Dies ist einem der ersten evangelischen Prediger in Rostock zu verdanken - Joachim Slüter.

 

Ausstellung Reformation

Die Ausstellung zur Reformation im Ostseeraum. Foto: Brigitte Reichel / KMR.

 

Er gab bereits 1525 ein evangelisches Gesangbuch und 1526 ein Gebetbüchlein heraus, die, beide in niederdeutscher Sprache abgefasst, die ältesten Zeugnisse ihrer Art überhaupt sind. Vor allem das Gesangbuch wurde zu einem Bestseller und weit über die Grenzen Mecklenburgs verbreitet. Kirchenlieder aus Rostock prägten den evangelischen Gemeindegesang u.a. in Schweden und Dänemark.

Die Ausstellung „Das Netz des neuen Glaubens. Rostock, Mecklenburg und die Reformation im Ostseeraum.“ thematisiert außerdem die kulturellen und religiösen Austauschprozesse im Ostseeraum und stellt damit die Verbreitung der Reformation in kleinen und großen Netzwerken dar.

Die Ausstellung ist noch bis zum 5. November zu sehen.

 

Dauerhafte Spielzeugausstellung

Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl historischer Spielzeuge aus der umfangreichen Sammlung des Hauses. Eisenbahnen, Puppen und Puppenstuben, Theater, Kinderbücher, Baukästen und vieles mehr vermitteln einen Einblick in die Welt des Kinderspiels vor allem der gehobenen Schichten in den vergangenen zwei Jahrhunderten.

Puppen stellten bis zum ausgehenden 19. Jh. fast ausschließlich erwachsene Damen dar, wohlgekleidet und frisiert. Sie waren weniger Gegenstand kindlicher Mutterspiele als heimliche Miterzieherin und Vorbild des Mädchens. Puppenhäuser und Puppenstuben waren oft exakte Miniaturnachbildungen der Makrowelt der Erwachsenen. Sie ermöglichten das originalgetreue Nachspielen der eigenen häuslichen Situation und führten damit das spielende Mädchen schon in früher Kindheit in die Rolle der Hausfrau ein.

 

Spielzeug Ausstellung

Ausstellung mit historischen Spielzeugen. Foto: nordlicht / KMR.

 

Technische Ausbildung, Berufsorientierung, militärische Ideale und körperliche Ertüchtigung waren Erziehungsziele, die dem Knaben mit Dampfmaschinen, Eisenbahnen, Baukästen, Schaukelpferd und Zinnsoldaten nahegebracht wurden. Die größere Ernsthaftigkeit, die diesen Spielzeugen unterstellt wurde, zog nicht selten auch die Väter zum Spielen auf den Fußboden.

 

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag | 10-18 Uhr

Eintritt frei

Kontakt

Kulturhistorisches Museum Rostock
Kloster zum Heiligen Kreuz
Klosterhof 7
18055 Rostock

Tel.: 0381 / 20359-0
www.kulturhistorisches-museum-rostock.de

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