Wasserurlaub am Stettiner Haff

Abenteuer auf dem Zeesboot

von Lutz Storbeck, 17.02.2017

Mit einem Oldtimer auf dem Haff unterwegs sein, so richtige Seglerromantik erleben und nebenbei noch etwas über Land und Leute erfahren? Alwin Harder macht es möglich, wenn er zu Törns mit seinem Zeesboot „Ghost“ einlädt.

 

Das Wasser hat Alwin Harder nie losgelassen. Schon Vater und Großvater waren die meiste Zeit unterwegs auf dem Haff – in einem so genannten Haffkahn. Bis zum Kriegsanfang waren die Harders mit diesem speziellen Schiffstyp unterwegs, erzählt der Mönkebuder.

 

Zeesboot am Stettiner Haff. Foto: NK-Archiv.

 

Das Maritime liegt also in der Familie. Da ist es auch kein Wunder, dass der junge Alwin Harder später bei der Arbeitsgemeinschaft (AG) „Junge Matrosen“ mitgemacht und dort das Rüstzeug erworben hat, um Seemann zu werden.

 

Ein Zeesboot sollte es sein

Gut kann er sich noch an das Jahr 1972 erinnern. Denn da hat sein Vater ein Boot gekauft. Nicht irgendeines. „Es war ein Zeesboot“, sagt der Mönkebuder. Ein Boot, das speziell für die Fischerei auf solchen Gewässern wie dem Haff ausgelegt war. Gut zu erkennen an den rostbraunen Segeln.

 

Alwin Harder an Bord seiner geliebten "Ghost". Foto: NK-Archiv.

 

Damals, Anfang der 1970er-Jahre, war die Gelegenheit günstig, ein solches Boot zu erwerben. „Das hatte damit zu tun, dass die Zeesenfischerei schon vor Jahren eingestellt wurde, viele Fischer haben deshalb aufgegeben und ihre Boote verkauft“, sagt Harder.

„Wir sind mit dem Boot viele Jahre gesegelt, haben auch Urlaub darauf gemacht“, sagt der Mönkebuder Es war eine Zeit, die ihn nachhaltig geprägt hat. So nachhaltig, dass er 2000 selbst ein Zeesboot gekauft hat.

 

Urlauber können Törn buchen

Die „Ghost“ sollte eigentlich nur zum privaten Segeln genutzt werden. Aber es kam anders. Wegen beruflicher Veränderungen musste Harder sich nach einem neuen Job umsehen. So kam es, dass der Mann seit 2002 Passagiere übers Haff fährt.

 

Zwölf Passagiere kann Alwin Harder bei seinen Törns mitnehmen.
Foto: Veronika Müller / NK.

 

Zwölf Mitfahrer finden Platz auf dem Zeesboot, und die genießen die Art der Fortbewegung. Zumal Harder auch einiges über Land und Leute zu erzählen weiß, zeigt, wie Knoten gebunden werden, und die Touristen auch mal ans Steuer lässt, wenn Wind und Wetter das zulassen. „Im Sommer bin ich mit vielen Gästen unterwegs, das ist im Lauf der Zeit richtig gewachsen“, sagt der Mönkebuder.

Wichtig für ihn sind zum Beispiel jene Törns, bei denen er Radfahrer über das Haff zur Insel Usedom bringt – und auf dem Rückweg auch welche mitnimmt. Wobei dies kein regelmäßiger Fährdienst mit festem Fahrplan ist. „Ich fahre nach Anruf“, sagt Alwin Harder. Dass er solche Touren anbietet, hat sich mittlerweile herumgesprochen, und darum hat der Mann in der Urlaubssaison auch gut zu tun. Da ist das Geschäft mit den Passagieren seine verlässliche Einnahmequelle.

 

Touristen mögen die Touren auf der "Ghost", und Radler nutzen die Gelegenheit,
um sich nach Usedom übersetzen zu lassen. Foto: NK Archiv.

 

Was die Ausflugsdauer angeht, ist der Mönkebuder sehr flexibel und richtet sich nach den Wünschen derer, die gern einen Segeltrip auf diesem besonderen Boot unternehmen wollen. Harder bietet also anderthalbstündige, aber auch Halb- und Ganztagsfahrten an. Beliebtes Ausflugsziel ist dabei immer wieder die Karniner Brücke.

Weil die „Ghost“ nicht nur zum Anschauen da ist, sondern mit vielen Gästen an Bord unterwegs, hilft das Traditionsschiff den Besuchern auch, Vorpommern besser kennenzulernen. Das hinterlässt nachhaltigen Eindruck. Von seinen Passagieren aus aller Welt bekommt Harder noch heute Postkarten. Und es gibt auch Stammkunden, die kommen jedes Jahr und freuen sich schon, wenn sie die „Ghost“ mit ihren rot-braunen Segeln im Mönkebuder Hafen sehen und für einen Ausflug entern.

 

Einen Segeltörn auf der „Ghost“ mit dem Skipper Alwin Harder kann hier gebucht werden: www.segeln-am-stettiner-haff.de.

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