Freizeit & Unterhaltung

Spielbanken in Meckpomm

von meckpomm Redaktion, 03.11.2017

Der jährliche Urlaub an der Ostsee oder in einer anderen Ferienregion in Mecklenburg-Vorpommern ist in vielen Familien zu einer Tradition geworden. Ebenso verhält es sich mit einem Besuch in der Spielbank, den sich stilbewusste und spielbegeisterte Erwachsene hin und wieder gern gönnen. Warum also nicht den Urlaub, in dem man es sich rundum gutgehen lässt, mit einem Besuch in einem Casino verbinden?

Ein Besuch im Casino gehört bald auch in Meckpomm wieder zum
Urlaubsvergnügen. Foto: Syda Productions / Fotolia

Casino oder Spielhalle?
Ein Casino, oft auch Spielbank genannt, ist nicht mit einer Spielhalle zu verwechseln, die sich mancherorts an jeder zweiten Straßenecke finden lässt. In einer Spielhalle erwartet die Besucher eine Auswahl an Automatenspielen. Es gibt durchaus große und hübsch eingerichtete Spielhallen, in denen man in einer Spielpause durchaus einen kleinen Snack oder ein Getränk zu sich nehmen kann. Von der mondänen Atmosphäre, die in einer echten Spielbank oder einem Casino herrscht, ist in der Spielhalle jedoch ganz gewiss nichts zu spüren.

Eine echte Spielbank ist oft sehr groß. Der Eintritt ist kostenpflichtig, es gibt einen festen Dresscode. Der Besuch lohnt sich bereits, um dem Treiben an den Roulette-, Blackjack- und Pokertischen zuzuschauen. Wer zum ersten Mal ein Casino besucht, wird vom Croupier freundlich in die Spielregeln eingewiesen. An der Kasse tauschen Spielwillige ihr Geld in Jetons um. Das gastronomische Angebot ist hier meist gehoben. Ein gepflegter Drink oder Champagner an der Bar gibt es hier ebenso wie ein klassisches Sandwich im New Yorker Stil oder ein Menü mit Kaviar.

Ob Casino oder Spielhalle - in Deutschland stehen die Anbieter des legalen Glücksspiels vor großen Herausforderungen. Insbesondere in Regionen mit einer geringen Wirtschaftsleistung bleiben die Kunden immer öfter aus und versuchen ihr Glück in Onlinespielen. Dazu kommen zum Teil sehr hohe Spielbankenabgaben, die die Betreiber an das Land zahlen müssen. Diese Situation führte dazu, dass im Jahr 2014 sämtliche Spielbanken in Mecklenburg-Vorpommern geschlossen wurden. 2016 erteilte die Landesregierung endlich eine neue Konzession.

 

So schön sind die Spielbanken in M-V
Ostseebäder und Casinos – das hört sich nach einem Paar an, das sehr gut zusammenpasst. Einst gab es in Mecklenburg-Vorpommern Casinos an fünf Standorten: im Kaiserbad Heringsdorf auf Usedom, in Binz auf Rügen, in Warnemünde, Schwerin und in Waren an der Müritz. Wer bereit ist, sich in seinem Urlaub ins Auto setzen und für seinen Spielbankbesuch ein Stück zu fahren, besucht entweder eine Spielbank im nahen Polen oder eines der Casinos, die auf der Seite von casino-guide.com übersichtlich aufgelistet sind. Hier finden Interessierte alle Spielbanken in Deutschland und können sich auf der jeweiligen Unterseite der Casinos über die Öffnungszeiten und die Lage der Häuser informieren.

Die Neuvergabe der Spielbanken-Konzession dürfte viele Urlauber und Liebhaber des gepflegten Glücksspiels freuen. An vier Orten sollen neue Casinos entstehen. Das größte Casino soll in Rostock eröffnen. In Neubrandenburg, Stralsund und Schwerin werden Casinos mit kleinem Spiel öffnen, das sind Automatencasinos ohne Roulette, Pokertische und ähnliche Spiele.
 

In Rostock soll es in baldiger Zukunft wieder eine größere Spielbank geben,
wo auch ganz klassich Roulette gespielt wird. Foto: Sergey Kozhushko/Fotolia


Dass sich ausgerechnet das beliebte Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern mit seinen Spielbanken so schwertut, ist nicht für jedermann verständlich, bieten die Ostseebäder doch eigentlich die ideale Kulisse für eine mondäne Spielkultur. Nicht wenige Glücksspielfreunde geben der Landesregierung eine Mitschuld am Scheitern der bisherigen Casinos, was unter anderem in diesem Beitrag des NDR zum Thema gemacht wird. Die wunderschöne Spielbank in Heringsdorf wird zunächst für Ausstellungen und Kulturveranstaltungen wie diese genutzt.

Wer mehr über ihre interessante Geschichte erfahren möchte, informiert sich in diesem Artikel über die Traditionsstätte. Mit der Neuvergabe der Konzession ist Hoffnung in Sicht. Es bleibt abzuwarten, wieviel Glück der neuen Betreibergesellschaft beschieden sein wird.

 

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