Stralsund

Hansestadt mit Welterbe-Status

von Max Jung / mecks, 06.12.2016

Stralsund gilt aufgrund seiner Lage am Wasser sowie der gut erhaltenen Baudenkmäler als eine der faszinierendsten Hansestädte der Gegenwart. Das leuchtende Rot der Backsteingotik prägt auch heute noch das Antlitz der Altstadt.

 

Im Jahr 1234 gegründet, gelangte die Stadt durch Fischreichtum, ertragreiche Böden und vor allem die rege Handelstätigkeit schnell zu Wohlstand. Erst recht nach Eintritt in die mittelalterliche Interessengemeinschaft der Hanse um 1293 wurden Stralsunder Kaufleute im gesamten Nord- und Ostseeraum bekannt und nannten bald bis zu 300 Koggen ihr Eigen.

 

Das Segelschulschiff "Gorch Fock" im Stralsunder Hafen. Foto: Matthias Marx.

 

Der Hauch dieser „goldenen“ Zeiten ist heute noch zu spüren, auch wenn sich das Stadtbild in der Schwedenzeit (1628-1815) durch Kriegshandlungen und Brände veränderte. Stralsund blieb als Regierungssitz von Schwedisch-Pommern wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der Region. Bedeutendste Hinterlassenschaft sind die privaten Sammlungen des schwedischen Generalgouverneurs Axel Graf von Löwen, die er der Stadt überließ und die den Grundstock des Kulturhistorischen Museums bildeten.

 

„Venedig des Nordens“

Fast völlig von Wasser umgeben und von ausnehmender Schönheit, wird die alte Seehandelsmetropole auch gern als „Venedig des Nordens“ bezeichnet. Die einst mächtige Hansestadt besitzt trotz erheblicher Kriegsschäden noch heute einen beeindruckenden Reichtum an historischer Bausubstanz aus acht Jahrhunderten.

 

In der Altstadt reihen sich prächtige Giebelhäuser aneinander.
Foto: Frank Hormann / nordlicht.

 

In vielen Gassen reiht sich ein Giebel an den anderen. Ganze Parzellen blieben seit Jahrhunderten nahezu unverändert. Knieper- und Kütertor erinnern an die massive Stadtbefestigung. Das Rathaus gehört mit seiner filigranen Schaufassade zu den schönsten Profanbauten in Nordeuropa. Die Backsteinriesen St. Nikolai, St. Marien und St. Jakobi wachen als perfekte Summe aus Wohlstand und Gottesfurcht über das Welterbe der UNESCO.

 

Das Stralsunder Rathaus mit der Nikolaikirche im Hintergrund.
Foto: Thomas Häntzschel / nordlicht.

 

Gotischer Backsteinbau neben modernen Museen

„Meer" hinter Backsteinmauern und Stahlfassade. Eine reizvolle Verbindung aus Alt und Neu geht das Katharinenkloster ein. Die fast vollständig erhaltene Anlage beherbergt das Meeresmuseum. Es besticht durch seine riesigen Aquarien voller faszinierendem Leben. Das Ozeaneum ist ein weiterer beeindruckender Standort des Deutschen Meeresmuseums. Das Hafenpanorama der UNESCO-Welterbestadt erhielt mit dem spektakulären Neubau einen deutlichen, zeitgenössischen Akzent.

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