Burg Schlitz

Landschaftspark voller Denkmäler

von Susann Moll, 04.08.2017

Um an die Menschen in seinem Leben zu erinnern, schuf ein Graf aus Mecklenburg einen Park mit mehr als 30 Denkmälern. Besucher können per pedes oder in einer Kutsche auf seinen Spuren wandeln.

 

Schon Johann Wolfgang von Goethe soll die Natur im Landschaftspark der Burg Schlitz in der Mecklenburgischen Schweiz genossen haben. Das 180 Hektar große Areal nahe Hohen Demzin wurde nach englischem Vorbild gestaltet und hält viele Entdeckungen bereit – dafür sorgte einst der Graf höchstpersönlich.

 

Schlosshotel Burg Schlitz

Die Familienresidenz von Graf Schlitz ist heute ein Hotel.
Foto: Schlosshotel Burg Schlitz.

 

Mit der Kutsche durch den Landschaftspark

1806 ließ Hans Graf von Schlitz seine Familienresidenz auf den Resten einer alten Burg errichten. In den folgenden Jahren entstand ringsherum ein prächtiger Landschaftspark. Heute lenkt Mathias Enning seine historische Kutsche regelmäßig durch die breite Allee der Anlage. Besucher können in der Burg, die heute ein Schlosshotel ist, eine Fahrt buchen – auf Wunsch auch mit einem Picknick auf dem Röthelsberg. Von dort aus bietet sich ein toller Blick auf den nahegelegenen Malchiner See.

 

Landschaftsgarten Burg Schlitz

Der Landschaftsgarten von Burg Schlitz ist sehr idyllisch.
Foto: Schlosshotel Burg Schlitz.

 

 

Die Denkmäler des Graf Schlitz

Der Kutscher erzählt Anekdoten und berichtet über die Geschichte der Burg und des Parks. Er zeigt versteckte Teiche, alte Bäume und natürlich die 36 Denkmäler, die Graf Schlitz einst errichten ließ. Die Obelisken, Säulen, Grotten und sogar Seen hat der Burgherr zur Erinnerung an seine Familie, von ihm liebgewonnene Menschen und Schriftsteller seiner Zeit anfertigen lassen und verteilte sie im Landschaftspark.

 

Nymphenbrunnen Burg Schlitz

Der Nymphenbrunnen im Landschaftsgarten. Foto: Schlosshotel Burg Schlitz.

 

Zu sehen ist auch eine restaurierte Kapelle, die er seiner Schwiegermutter, Reichsgräfin Caroline Schlitz-Goertz, widmete. Ein besonderes Highlight der Kutschfahrt ist auch der Nymphenbrunnen. Er wurde 1903 von Walter Schott im Jugendstil gestaltet und sollte eigentlich im Brunnenhof eines Berliner Kaufhauses stehen. Vermutlich 1932 wurde er aber in die Mecklenburgische Schweiz geholt.

 

Kulturelle Ambitionen leben fort

Die Idee, die Graf Schlitz damals hatte, verfolgen Künstler aus der Region heute weiter. Wilfried Duwentester und Bernd Uiberall arbeiten seit mehreren Jahren in der Nachbarschaft. Ausgehend von der Burg haben sie mit anderen Künstlern zusammen einen Skulpturenweg mitten durch die Landschaft geschaffen. Die Ausstellung unter freiem Himmel zeigt etwa Pyramiden, Stelen, Schnecken und hölzerne Frauen namens „Die Grazien“. Auch diesen Skulpturenweg zeigt Kutscher Mathias Enning.

Mehr Informationen gibt es unter www.burg-schlitz.de.

 

Kontakt

Schlosshotel Burg Schlitz
17166 Hohen Demzin

Tel.: 03996 – 12700
E-Mail: info@burg-schlitz.de

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