Wandern in der Seenlandschaft

Auszeichnung für Fridolinweg bei Carwitz

von Ute Köpke, 22.01.2018

Wanderweg in Feldberger Seenlandschaft zertifiziert als Traumtour 2018

53 Wanderwege aus zwölf Bundesländern sind im Januar 2018 mit dem begehrten Zertifikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ vom Deutschen Wanderverband ausgezeichnet worden. Bundesweit gab es 17 Wege, die erstmalig dieses Zertifikat erhalten. Unter ihnen ist in der Rubrik "Traumtour" auch der Fridolinweg in der Feldberger Seenlandschaft.  

 

Wandern am schmalen Luzin. Foto: TMV/ Andreas Duerst 


Der Fridolinweg ist ein Rundwanderweg um den Schmalen Luzin mit einer Länge von 10.5 Kilometern. Sein Name bezieht sich auf das Kinderbuch „Fridolin, der freche Dachs“ von Hans Fallada. Der Schriftsteller hatte sich nach einem anstrengenden Stadtleben mit seiner Familie in der Feldberger Seenlandschaft niedergelassen, um endlich Ruhe zu finden. Die Geschichte schrieb er für seine Tochter Lore als Geschenk zu Weihnachten 1944. Und so wie die Kinder von Fallada während ihrer Carwitzer Zeit von 1933 bis 1944  die in der Eiszeit entstandenen bewaldeten Hügel, die weiten Sander und die malerischen Seeufer erkunden, erlebt auch der Dachs Fridolin zahlreiche Abenteuer. 


 

Im Hans-Fallada-Museum in Carwitz spürt man die familiäre Atmosphäre. Foto: Museum

Die Wanderung startet im idyllischen Ort Carwitz mit dem Wohnhaus Hans Falladas und seiner letzten Ruhestätte. Durch den Ortskern des alten Fischerdorfes geht es zum Schmalen Luzin, dem wohl schönsten See der Feldberger Seenlandschaft. Entlang der steilen Uferhänge führt der Weg zur Luzinfähre, einer der letzten handbetriebenen Seilfähren Europas. Nach Überquerung des Sees geht es an einem begehbaren Moor vorbei, durch einen Jahrhunderte alten Wald und über einen aussichtsreichen Hügelrücken wieder hinunter ins Dörfchen Carwitz.
Und ganz sicher lohnt sich ein Abstecher zum Hans-Fallada-Museum – eine ehemalige Büdnerei, die sich der Schriftsteller einst als Wohnsitz auserkor.

www.feldberger-seenlandschaft.de

 

"Traumtour"-Zertifikat erhalten



Wie es vom Deutschen Wanderverband (DWV) heißt, werden Nachzertifizierungen alle drei Jahre nötig, wenn ein Weg weiterhin mit dem Qualitätssiegel für sich werben soll. Als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ zertifiziert wird ein Weg nur, wenn er 32 aus den Bedürfnissen von Wanderern abgeleitete Qualitätskriterien erfüllt. So prüft der DWV, ob mindestens 35 Prozent der Gesamtstrecke aus naturbelassenem Untergrund besteht, ob die Wegweisung funktioniert und ob es Naturattraktionen wie Gipfel oder Wasserfälle am Wegesrand gibt. Außerdem muss ein Qualitätsweg viel Abwechslung bieten.
Das gilt auch für die kurzen „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“ bis 20 Kilometer Länge, die der DWV ebenfalls zertifiziert. Diese Wege müssen zusätzlich einen thematischen Schwerpunkt besitzen - der Fridolinweg ist traumhaft schön mit lehrreichem Hintergrund. 

 

Ferienunterkünfte in der Region:

http://www.meckpomm.de/objektsuche/region/kleinseenplatte-9363

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